1337Mate, die wohl teuerste Mate in Deutschland – eine Erläuterung

Es folgt ein erschöpfend langer Text, der euch und uns selbst verdeutlichen soll, was 1337Mate eigentlich vorhat und warum wir unsere Preise nehmen – Lies ihn trotzdem :)

Seit kurzer Zeit findest du bei immer mehr Händlern ein weiteres Erfrischungsgetränk, noch eine Mate, eine Mate namens 1337Mate. Dieses Getränk glänzt nicht durch knallbunte Hochglanzverpackung, diverse Labels auf der Flasche und gebrandete Getränkekästen, dafür glänzt 1337Mate mit einem sehr stolzen Preis. Hierzu wollen wir an dieser Stelle ein wenig ausführlicher Erklärungen liefern. Wir haben nämlich gute Gründe für unseren Preis. Es sind sogar mehrere Preise. So kann man in unserem Hamburger Headquarter einen 24er Kasten für 13,37 Euro plus Pfand erstehen, kommt aber um ein wenig Smalltalk mit uns nicht herum. Unseren Händlern empfehlen wir den Verkaufspreis in Höhe von 23 Euro inklusive Pfand, sprich 17,90 zuzüglich 5,10 Euro Pfand. Dazu wollen wir deutschlandweiten Versand anbieten, um eben nicht nur hippe Großstadträume zu beliefern, sondern jeden Mate-Fan zum Lächeln bringen. Online wird ein 12er Karton 13,37 Euro inkl. des Flaschenpfands angeboten, zuzüglich einen Anteil an Verpackung und Versand. Nun folgen unsere – grob angerissen, weil zu späterem Zeitpunkt intensiv behandelten – Gründe für unsere Preisgestaltung.

1337Mate ist Konzept nicht bloß Getränk
Wir wollen unseren Ansprüchen gerecht werden und die Welt im Kleinen ein wenig verändern und mitgestalten. Es ist uns wichtig, mehr zu tun als auf wachmachende Weise den Durst zu löschen. Dazu gehört für uns eben vor allem auch kreative Kommunikation und das Aufgreifen für uns wichtiger Themen aus dem Internet, der Welt und aller 1337ness -. whereever it is. Wir haben Ziele, die weit über Umsätze mit Getränkekästen hinausgehen.

Premium Open Franchise
Uwe Lübbermann ist schon früh beratend an unserer Seite gewesen. Er ist Zentrum des Premiumcola-Kollektivs, welches ein modulares Konzept für nachhaltiges und korrektes Wirtschaften als Open Franchise zur Verfügung stellen. Wir liebäugeln mit einigen diese Module bzw. haben von vornherein hohe Ansprüche an uns und unsere Marktteilnahme gestellt. Doch premium zu sein heißt auch, ausgetretene oft augenscheinlich preisgünstigere Pfade zu verlassen. Nachhaltigkeit gibt es nicht für lau – dafür kann man abends in den Spiegel schauen.

David gegen Goliath
Der Markt für Getränke ist gemeinhin fest in der Hand großer und Größtproduzenten.

In einigen Nischen siedeln sich zuletzt immer mehr kleinere Fabrikanten an. Dennoch ist der Markt oder auch nur ein Segment davon niemals über einen Preiskampf zu gewinnen – Massenproduktion beinhaltet auch günstigste Produktionspreise. Etablierte große Firmen verfügen über juristische, preisliche und werbetechnische Möglichkeiten die wir nicht haben (wollen).
Einige Händler – insbesondere Handelsketten – wünschen Vorteile, wenn sie Produkte listen. Prominente Platzierung im Geschäft oder auch exklusive Belieferung gibt es auch nicht gratis. Langjährige Geschäftsbeziehungen, welche teilweise mit “Knebelverträgen” fixiert sind, sind für kleiner Marktteilnehmer schwer bis gar nicht zu durchdringen. 1337Mate kann und will nicht über Massenabsatz zu einem stabilen Geschäftsmodell werden. Masse können und wollen wir nicht.

Ausbildung und Gehälter
Seit August 2010 wurde im Rahmen des 1337Mate-Projekts ein Ausbildungsplatz seitens ZWOGEE geschaffen. Der @Whothefuckisdan macht hier seine Ausbildung zum Kaufmann für Marketing und Kommunikation. Bei der Neueinführung eines Getränks fällt einiges an Arbeit an, selbstverständlich sollen alle Beteiligten dafür ordentlich vergütet werden. Dies gilt insbesondere für alle ausgelagerten Tätigkeiten, die anfallen bis euch die 1337Mate die Kehle herabrinnt.

Nahziel Engagement
Wir sind Part of the Internetz – born and raised digitally. Das beinhaltet für uns automatisch auch ureigenstes Interesse an Netzpolitik, sowie Sympathie oder tiefergehende Verquickungen mit Organisationen die sich für Freiheit (im Internet), Datenschutz und gegen Zensur einsetzen. Ein spürbarer Teil unserer Gewinne soll ebendiese Organisationen bei unseren gemeinsamen Zielen finanziell unterstützen. Mehr als “Saufen für den guten Zweck”, nämlich “egoistische” Hilfe auf dem Weg zu einem haltbaren Status quo (im Internet) für uns und die 1337Mate-Zielgruppe.

Fernziel ökologisch und CC
Ohne unseren Partner Flora-Power wäre uns ein Start als Getränkemarke verwehrt geblieben. Deutschlands durstige Kehlen dürfen gesetzlich nicht einfach so erfrischt werden und uns fehlte bisher jegliche Erfahrung als Getränkeproduzent. So nutzen wir zur Zeit die Rezeptur, die Abfüllung und etlichen Service mehr von der Matebrause Flora-Power.
Doch unser erklärtes Ziel ist die Entwicklung eines individuellen Rezeptes mit mehr Koffeingehalt, etwas intensiverem Geschmack und weniger Zucker.

Dieses Rezept – so es möglich ist – soll dann unter CC-Lizenz für unkommerzielle Nutzung stehen und unsere Gesamtphilosophie abrunden.

Eckpfeiler dieser Neuentwicklung wird dann aber die Verwendung ökologischer Zutaten sein,Wir wollen biozertifiziert sein – aus Prinzip.

Kommunikation statt Werbung
Klassische Werbung in Form von Plakaten, Spots, Anzeigen ist exorbitant teuer, penetrant und nach unserer Auffassung tot. Die Kunst eines Werbers “Scheisse gold zu lackieren” haben wir von der Pieke auf gelernt und uns bewusst gegen diese Art von Manipulation entschieden – auch als Agentur ZWOGEE.
Wir setzen auf Kommunikation auf Augenhöhe mit einer Zielgruppe, die sich für uns interessiert. Wir wollen (uns) unterhalten und zwar nicht stolpernd dümmlich, wie manch anderes Unternehmen, welches just in soziale Netzwerke taumelt (weil es grad hip ist). Wir kommunizieren dort, wo wir zu Hause sind, mit Menschen die wir kennen (lernen wollen). Das kostet Zeit und Geld, ist für uns aber unabdingbar.

Kunst und Kultur
Die Neueinführung von Produkten passiert perfekt ausgeleuchtet, feingeschliffen und mit erschöpfenden Analysen vorab. Fokus liegt hierbei immer öfter auf dem Geschmack des Mainstreams. Folglich erobern immer weichgespültere Produkte ohne Ecken und Kanten den Markt.
Wir haben uns bewusst dazu entschieden schon zur  Beta-Beta-Phase öffentlich zu werden. Wir gehen an die Markenentwicklung und die Kommunikation sehr experimentell heran, teilweise sicher zu riskant oder “verstörend”. Wir wissen wo wir hinwollen und wollen dazu kein Blendwerk aufbauen. Deswegen sehen wir auch aus, wie wir aussehen, nach den Tiefen des Internet – rough, dirty und irgendwie trashig. Wir lieben das.
Der nächste Schritt wird Gestaltungsschönheit beinhalten. Nicht in Form eines feingeschliffenen corporate Design, sondern in Kooperation mit Künstlern. 1337Mate soll auch Bühne für Kreative sein, mit möglichst wenig Eingrenzungen und fair bezahlt.

Wir sind Zielgruppe
Wir trinken Mate, weil wir sie lieben. Wir treiben uns dort rum, wo Mate literweise konsumiert wird und konsumieren mit. Das Leben schenkt uns die Möglichkeit, eine eigene Mate zu vertreiben und wir nutzen sie. Aber wir wollen beweisen, dass wir es besser können, als manch Mitbewerber. Wir wissen was wir wollen und wie smart die Zielgruppe ist, denn wir trinken uns selbst die Vorräte weg. Wir wissen, dass Matetrinker Blicke über den Tellerrand riskieren, sich einmischen, sich engagieren, nachdenken und Ansprüche an das Leben und die Gesellschaft haben. Deswegen trauen wir uns den Markt auf unorthodoxe Weise zu betreten und hohe Preise konkret rechtfertigen zu können.
Getränke in Flaschen, gleich ob in Drittel-, Halb- oder Ganzerliterflasche sind unnötiger Luxus und befriedigen kaum ein Grundbedürfnis. H2O kommt in Deutschland in bester Qualität aus dem Hahn und die Argumentation pro teurer und schwerer Durstlöscher beschränkt sich einzig darauf: Es ist ein Genussmittel…und wir wissen, dass dies auch etwas kosten darf/kann/muss. Und wir wissen, dass ihr das versteht.
PROST!

PS.: Vieles hier ist nur angerissen und dennoch erschöpfend nah am Roman. Viele Einzelbereiche werden in eigenen Posts noch genauer beschrieben. Wer unserem Werdegang folgt, wird ein immer klareres Bild erhalten, was wir eigentlich im Schilde führen – Gutes!