1337MATE in neuen 0,5l Flaschen. Bye, bye NRW-Flasche

R.I.P. NRW-Flasche – Neues 1337GUT für 0,5l ist gut!!!111

Mate braucht ein Gefäß, in dem sie sich wohlfühlt. Flaschen und Kisten sind ein echter Kostenfaktor und zudem schwer zu bekommen. Die vielen Fassbrausen, die gerade auf den Markt kommen, fressen die 0,3l Longneck Flaschen vom Markt und eure Liebe zu Mate sorgt für rege Nachfrage bei den 0,5l NRW-Flaschen. Kurzzeitig waren wir kurz davor zu grünen Flaschen zu wechseln, da diese günstiger und verfügbarer sind. Farblich wäre das mit unserer Gestaltung praktikabel gewesen, nur sieht man seine Mate dann nicht mehr.

Das Getränkesegment wird vornehmlich von finanzstarken Großkonzernen bespielt. Diese bestellen zig Millionen Gebinde – teilweise mit eigenen Flaschenformen und gebrandeten Kästen – über Jahre im voraus. Als kleine Nischenmarke, erntet man bei den Glashütten nur ein Schmunzeln. Die verschiedenen Leerguthändler sind widerum entweder zu knapp bestückt und preislich denkbar unattraktiv. Der Einkaufspreis für leere Flaschen ist spürbar höher, als der erhobene Pfand – selbst bei Gebrauchtflaschen. Und gerade als kleiner Player, spielt der Pfandschlupf (nicht heimgekehrte Gebinde) eine große Rolle, was Geld und Planung angeht.

Das Kastendilemma beschrieben wir schon an anderer Stelle. Alles nicht leicht. Insbesondere, weil die Entscheidungen auch langfristig von Bedeutung sind. Nicht jeder Abfüller möchte grüne Flaschen auf dem Hof stehen haben. Die verschiedenen Flaschenformate sorgen mindestens für Umstellungen an den Abfüllmaschinen oder sind gleich ein KO-Kriterium. Wir wollen doch nur abfüllen…Grmbl.

Aber jetzt gibt es ein Happy End. Es wird weiße Flaschen geben. Wir haben das Glück, den Bestand von 0,5l Kästen für die Euro-Flaschen übernehmen zu können. Diese sind dunkelstblau und wir können sie sogar auf 1337MATE branden. Genug Kästen, um die nächsten Jahre zu überbrücken und die Flaschenverfügbarkeit stellt keine gigantische Hürde mehr dar. Zudem (siehe Bild) überzeugt uns die Flaschenform. Sie ist markanter und kompakter, weniger hoch, aber was Mate angeht schön exklusiv. Wir lieben diese Buddel und freuen uns auf eigene Kästen.

Die 0,3l Flaschen bleiben die klassischen Longneck. *IHR* wollt ja eh lieber 0,5. Aber für Gastronomie und den Online-Versand machen diese am meisten Sinn. Hier greifen wir nun auf einen großen und skalierbaren Pool zurück, in den wir uns einmieten. Die Kosten dürften – insbesondere in unseren Anfangsjahren – spürbar unterhalb der Investition in eigenes Leergut liegen UND sie können fast überall abgegeben werden und landen sicher wieder im Pool. Das größte Manko bei Mehrweg ist und bleibt nämlich, dass viele Gebinde nur eine einmalige Nutzung erfahren, dennoch hin- und hergefahren werden, um dann geschreddert zu werden. Dieser große Partner hilft uns diesen Schwund und Öko-Foo zu vermeiden, während wir für die 0,5l Flaschen fixe Lieferwege (Hin und Rück) basteln.

1337MATE is happy. Und mit Chance können wir euch Mittwoch NOCH bessere News mitteilen.

neuekisten

Neue Kisten: Alt oder neu? Böse oder gut?

Eine große und wichtige Frage steht an. Es geht um die Kastenproduktion. Hierbei geht es uns nicht um den Preis. Der unterscheidet sich bei beiden Produktionen nur um 40Cent pro Kasten. Diese Differenz wäre uns der Nachhaltigkeitsgedanke wert, wenn er denn stimmt. Nun aber zum Sachverhalt.
Wir können zwei Typen von Kästen produzieren lassen:

1. Kisten aus Regenerat (Also Recyclingware aus alten Kästen). Diese Kisten können durch die bereits vorhandene Vorbelastung aus alten Kästen vom Markt Spuren von Schwermetallen wie Blei, etc. enthalten. Es müsste allerdings nahezu kein neues Plastik an sich produziert werden.

2. Es werden neue Kästen aus neuem Plastik produziert. Diese sind schwermetallfrei und werden laut Hersteller CO2-Neutral produziert. Ob durchs Ausgleichszahlungen, oder durch tatsächliche Neutralität, ist nicht bekannt. Diese Kästen wären auch in Zukunft immer recyclebar.

Wir sind intern ein wenig zweigeteilt. Klar ist Schwermetall mist und die Kästen unter 2. klingen besser. Aber ist das umwelttechnisch auch wirklich die bessere Wahl? Nur weil wir neue gute Kästen produzieren lösen sich ja die Schwermetalle der alten Kästen nicht in Luft auf. Die werden dann für was anderes verwendet, oder landen im schlimmsten Fall vielleicht sogar im Meer oder Wald. Dann hätten wir Schwermetall im Meer und noch mehr Plastik für die Welt produziert. Klar. Das ist nun ein übler Gedanke. Aber ist er zu weit hergeholt? Wir grübeln nun: Welches ist die sauberere Methode. Lieber die Schwermetalle im Kistenkreislauf binden und dafür keinen neuen Kunststoff produzieren? Oder lieber neuen schwermetallfreien Kunststoff produzieren und hoffen, dass die Schwermetallkisten sinnvoll abgebaut werden.
Methoden zum Recyclen gibt es wohl: http://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf80/nicolaus-august-otto-preis/2004/recyclingverfahren.pdf

Zum Hintergrund Schwermetall in Kisten: Zum Einfärben von Kunststoffen werden Farbpigmente eingesetzt. In diesen Farbpigmenten finden sich oftmals Schwermetallverbindungen, wie Cadmium, Zink oder Blei. Wir wollen schwarze Kisten produzieren. Ob schwarz mehr oder weniger von dem Mist beinhaltet wissen wir bisher noch nicht.