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Neue Kisten: Alt oder neu? Böse oder gut?

Eine große und wichtige Frage steht an. Es geht um die Kastenproduktion. Hierbei geht es uns nicht um den Preis. Der unterscheidet sich bei beiden Produktionen nur um 40Cent pro Kasten. Diese Differenz wäre uns der Nachhaltigkeitsgedanke wert, wenn er denn stimmt. Nun aber zum Sachverhalt.
Wir können zwei Typen von Kästen produzieren lassen:

1. Kisten aus Regenerat (Also Recyclingware aus alten Kästen). Diese Kisten können durch die bereits vorhandene Vorbelastung aus alten Kästen vom Markt Spuren von Schwermetallen wie Blei, etc. enthalten. Es müsste allerdings nahezu kein neues Plastik an sich produziert werden.

2. Es werden neue Kästen aus neuem Plastik produziert. Diese sind schwermetallfrei und werden laut Hersteller CO2-Neutral produziert. Ob durchs Ausgleichszahlungen, oder durch tatsächliche Neutralität, ist nicht bekannt. Diese Kästen wären auch in Zukunft immer recyclebar.

Wir sind intern ein wenig zweigeteilt. Klar ist Schwermetall mist und die Kästen unter 2. klingen besser. Aber ist das umwelttechnisch auch wirklich die bessere Wahl? Nur weil wir neue gute Kästen produzieren lösen sich ja die Schwermetalle der alten Kästen nicht in Luft auf. Die werden dann für was anderes verwendet, oder landen im schlimmsten Fall vielleicht sogar im Meer oder Wald. Dann hätten wir Schwermetall im Meer und noch mehr Plastik für die Welt produziert. Klar. Das ist nun ein übler Gedanke. Aber ist er zu weit hergeholt? Wir grübeln nun: Welches ist die sauberere Methode. Lieber die Schwermetalle im Kistenkreislauf binden und dafür keinen neuen Kunststoff produzieren? Oder lieber neuen schwermetallfreien Kunststoff produzieren und hoffen, dass die Schwermetallkisten sinnvoll abgebaut werden.
Methoden zum Recyclen gibt es wohl: http://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf80/nicolaus-august-otto-preis/2004/recyclingverfahren.pdf

Zum Hintergrund Schwermetall in Kisten: Zum Einfärben von Kunststoffen werden Farbpigmente eingesetzt. In diesen Farbpigmenten finden sich oftmals Schwermetallverbindungen, wie Cadmium, Zink oder Blei. Wir wollen schwarze Kisten produzieren. Ob schwarz mehr oder weniger von dem Mist beinhaltet wissen wir bisher noch nicht.

9 Kommentare

  1. fahrertuer

    Ich würde schauen: wie stark ist das recyclte Plastik mit Schwermetallen belastet und wie gut ist es gebunden.
    Recycling ist ja eigentlich immer vorzuziehen, aber wenn die Gefahr besteht, dass Flaschen kontaminiert werden (oder die Schwermetalle aus dem Plastik in die Umwelt kommen können) würde ich auf neues Plastik umsteigen.

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  2. Michael B.

    Die Belastung mit Schwermetallen wird wahrscheinlich keine Auswirkung auf den Konsumenten haben. Als jemand, der in einer Großstadt lebt, begegnen mir täglich so viele Schwermetalle, dass jene in so einer Getränkekiste dagegen ein Witz sind.
    Außerdem hat für mich die Wiederverwendung von Kunststoff eine sehr hohe Priorität, weil ich in einer Dokumentation gesehen habe, wie viel Kunststoff bereits in die Meere gelangt ist. Eine Riesensauerei für Ökologie und Tiere.
    Bitte entscheidet euch für Lösung 1.

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  3. 1337Mate

    Ja tatsächlich kamen uns diese Fragen auch durch den Plastic Planet Film. Plastik ist eben nicht die goldenste Erfindung der Menschheit….

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  4. Schwernetaller

    sehe das wie fahrertür. Die belastung abggeklärt werden. Grunsätzlich ist es ja so dass die kisten überall abrieb hinterlassen welcher dann die restaurant/verkaufs-betriebe und händler sowie die produktionsstätte belasten. Ich wäre da eher vorsichtig. Holzkisten? ;)

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  5. 1337Mate

    Also die Belastung ist klar geregelt. Es wäre verhältnismäßig eine geringe Belastung, welche eben durch die bereits belasteten Kisten entsteht, welche in diesen neuen Kisten recycled werden. Also es wird kein zusätzliches Schwermetall zugefügt. Je nachdem aus welchen Kästen recycled wird ist die Belastung messbar, oder eben nicht, oder nur teilweise. Die Belastung ist also bereits in jedem Getränkemarkt gegeben. Es werden jetzt also keine schlimmeren Kästen sein als bereits vorhandene Getränkekästen.

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  6. ijon

    recycletes plastik! ich bin für die recycling-variante.

    das bisschen schwermetalle ist ja auch im kunststoff gebunden und wird nicht so ohne weiteres freigesetzt.

    neuer kunststoff macht echt keinen sinn, gerade bei getränkekisten.

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  7. DLQ

    Ich würde mich auch freuen, wenn die erste Variante zum Einsatz kommt.
    Gerade wenn keine genaueren Informationen zum Erreichen der Klimaneutralität in der Produktion angeboten werden, würde ich von Ausgleichszahlungen ausgehen. Ein Hersteller wäre schließlich stolz auf eine “echt” neutrale Produktion.
    Außerdem bin ich der Meinung, dass Getränkekisten ein wunderbares Einsatzfeld für Recycling sind. Es gibt so viele andere Bereiche, in denen kein Recycling stattfindet, weil der Konsument dort frischen, neu produzierten Kunststoff erwartet.
    Daher ganz klar für Variante eins.

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  8. T'horse10

    Weil Kästen aus Altpapier nicht gehen, ist es für mich ne klare Sache:
    Hauptsache kein neues Plastik herstellen, es gibt genug davon.
    Und seht zu, das die schwarze Farbe nicht zu giftig ist.
    Die Holzkiste – Variante hört sich allerdings auch sympathisch an und ist fast ein Alleinstellungsmerkmal!

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  9. Suffkopp

    Recycling ist definitiv die bessere Variante.
    Es ist doch immer besser das zu nehmen was schon vorhanden ist und außerdem haben die mit Schwermetallen belasteten alten Kisten so zumindest einen sinnvollen Zweck und werden wieder in den Kreislauf gebunden. Macht doch viel mehr Sinn als dem Kreislauf etwas neues zuzuführen ;)

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