Wie politisch darf eine Marke sein?
Wir sind nur ein Getränk. Ein wenig Geschmack, etwas Wasser, Kohlensäure und Koffein. Aber hinter der flaschengewordenen Versuchung stecken Menschen und wir haben privat selbstverständlich auch eigene Gedanken und eine Philosophie. Aber dürfen wir damit hausieren gehen, selbst wenn das Thema gesellschaftlicher Konsens sein sollte? Wir wollen uns nicht anbiedern und es ist uns bewusst, dass man uns einen billigen Marketinggag unterstellen könnte.
Andererseits sehen wir uns in unserer Rolle als Unternehmer und Kommunikatoren auch in der Pflicht positiv zu wirken und vorzuleben und eben auch klare Stellung zu beziehen, selbst wenn man vielleicht potentielle Kunden vergrätzt. Im aktuellen Fall aber eben Kunden, die wir auch nicht in einer etwaigen Gastronomie bedienen wollen würden.
Wir haben kurzfristig 20er Gebinde für unseren Onlinehandel bekommen – nach vorigen Lieferengpässen und Versandproblemen. Der hochgerechnete Preis würde sich bei über 22 Euro bewegen. Die nächste “intelligente” Zahl wären 23 Euro, was einer Preissteigerung gleichkäme. Beim hin- und herüberlegen fiel uns einzig 19,45 als Positivum ein, mit oben benannten Risiken.
Da wir, als Agentur, in Kürze viel in Mecklenburg-Vorpommern zu schaffen haben, bietet sich ein Special-Offer “NoNazi” an, bei gleichzeitiger Spende für einen Verein, der sich um Opfer rechter Gewalt kümmert: http://lobbi-mv.de/.
Wir betreten als junge Marke dünnes Eis, umso mehr freuen wir uns hierbei über Feedback. Wir leisten einen minimalen Beitrag für korrekteres Wirtschaften, das beginnt bei der schrittweisen Umstellung auf fairtrade und hoffentlich Bio, geht weiter mit der Zusammenarbeit mit Premiumcola, schließt Dumpinglöhne und Preisdruck aus. Vielleicht geht es aber noch einen Schritt weiter, durch klare Abgrenzung zu geistiger und aktiver Brandstiftung!
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